Überbrückungsfonds Baselland für Psychotherapien während Corona

Der Regierungsrat Baselland hat auf Antrag des VPB 147‘000.– Franken aus dem Swisslos-Fonds gesprochen, um Psychotherapien mitzufinanzieren und zu fördern, die im Zusammenhang mit Corona nötig werden, aber aufgrund der finanziellen Situation der Patient:innen nicht finanziert werden können.  Gemeint sind dabei explizit Therapien, die nicht delegiert abgerechnet werden können. Damit sollen mehr Therapieplätze für finanzschwache Patient:innen geschaffen werden, als Überbrückung bis zur Einführung des Anordnungsmodells am 1. Juli 2022. Übernommen werden 80% der Therapiekosten für 15 Sitzungen (Honorar abzüglich Beiträge von Zusatzversicherung, EL, IV). Das Angebot richtet sich ausschliesslich an Einwohner:innen des Kantons Baselland. Die Behandlung muss aber nicht in Baselland stattfinden.

Hintergrund der Aktion ist ein Vorschlag des VPB an das Amt für Gesundheit BL und dann unser Antrag an den Swisslos-Fonds, beides entstanden aus den Gesprächen im Rahmen des Runden Tisches BL zur psychischen Gesundheit während Corona, an dem etwa 25 psychosoziale Institutionen aus Baselland vertreten waren. 

Das Angebot läuft vom 15. Dezember 2021 bis zum 30. Juni 2022, also bis das Anordnungsmodell in Kraft tritt. Die Psychotherapeut:innen machen finanzschwache Patient:innen mit Corona-assoziierten Beschwerden auf das Angebot aufmerksam, besprechen es mit ihnen, füllen das Antragsformular aus und mailen es an corona@psychotherapie-bsbl.ch. Wir prüfen den Antrag, fragen evtl. nach und geben dann Bescheid. Ende Februar, Ende April und Ende Juni stellen die Therapeut:innen uns Rechnung für die Therapiestunden der jeweils vergangenen zwei Monate und erhalten ihren Honoraranteil von uns. Wir leiten dem Kanton nur den Namen der Therapeut:innen, die Initialen der Patient:innen und den Rechnungsbetrag weiter. Am Ende der Aktion erstatten wir dem Kanton zusammenfassend Bericht über die gemeldeten psychischen Probleme, den Corona-Zusammenhang und die Kosten; die Patient:innen-Daten bleiben indes anonym. Der Kanton behält sich die stichprobenweise Überprüfung der gemachten Angaben vor.

 

Für weitere Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung, via corona@psychotherapie-bsbl.ch oder 061 401 08 20.

Antragsformular herunterladen

 

 

Wer wird unterstützt

  • Ausschliesslich Patient:innen mit Wohnsitz im Kanton Baselland (die Behandlung muss hingegen nicht in BL stattfinden)
  • Nur Patient:innen, deren finanzielle Situation eine Psychotherapie als Selbstzahler:in nicht zulässt
  • In Frage kommen nur Psychotherapien, bei welchen keine Möglichkeit besteht, sie über die Grundversicherung abzurechnen
  • Die psychische Belastung muss «Corona-assoziiert» sein, das heisst, durch Corona ausgelöst oder verstärkt sein

 

Umfang und Zeitraum der Unterstützung

  • Kostenübernahme von 80% (nach Abzug Zusatzversicherung / EL / IV) für 15 Sitzungen
  • Die Unterstützung läuft vom 15. Dezember 2021 bis zum 30. Juni 2022

 

Vorgehen

  • Die Psychotherapeut:innen machen finanzschwache Patient:innen mit Corona-assoziierten Beschwerden auf das Angebot aufmerksam und besprechen es mit ihnen
  • Die Psychotherapeut:innen schätzen redlich den Unterstützungsbedarf ein, füllen das Antragsformular aus und mailen es an corona@psychotherapie-bsbl.ch
  • Wir prüfen den Antrag und geben rasch Rückmeldung per Mail
  • Die Psychotherapeut:innen schicken uns Ende Februar, Ende April und Ende Juni eine Sammelrechnung pro Patient:in für die jeweils zwei vergangenen Monate
  • Das Geld wird von uns an die Psychotherapeut:innen überwiesen, sobald wir es vom Kanton erhalten haben